Der Zweifel - 6. Dezember 2016

Gestern dachte ich noch, es wäre eine gute Idee, übers Autorendasein zu schreiben. Was es bedeutet, Autor zu sein. Nein, was es für mich bedeutet, Autor zu sein, denn ich kann nur für mich sprechen. Gerade in dem einen Punkt, den ich diesbezüglich erörtern möchte. Ich glaube nämlich, dass andere Autoren weit weniger damit zu tun haben, als ich. Zumindest gewinne ich diesen Eindruck, wenn ich die sozialen Medien durchstreife.

Ich spreche vom Zweifel. Er ist mein ständiger Begleiter. Schreiben ist für mich untrennbar mit gleichzeitigem Hadern verbunden. 

 

Ein guter Freund hat mir geraten, den Zweifel auszusetzen, denn den bräuchte ich nicht. Tja, ich fürchte, das geht gar nicht. Wir sind siamesische Zwillinge, untrennbar miteinander verwachsen. Ich habe jedenfalls noch nicht die Stelle entdeckt, an der ich das Messer ansetzen könnte. Also arrangiere ich mich mit ihm. Und, ich will es nicht leugnen, er ist ganz bestimmt auch hilfreich. Er leitet mich dazu an, besonders gründlich zu arbeiten, mich noch mehr anzustrengen, Recherchen ernst zu nehmen, mich fortzubilden, Talent als Verpflichtung zu sehen, das Beste aus sich herauszuholen. Er spornt mich an, mich mit grammatikalischen Finessen zu beschäftigen, Wörter nachzuschlagen und nicht einfach auf Verdacht zu schreiben. Und auch Texte zu löschen und zu versuchen, sie noch besser hinzubekommen. Ihm ist es zu verdanken, dass ich gründliche Figurensteckbriefe entwerfe, dass ich meine Figuren in- und auswendig kenne, ehe ich die erste Zeile ihrer Geschichte schreibe. 

 

Doch es ist anstrengend mit meinem Kumpel Zweifel. Immerzu ist er am Nörgeln, lässt kein gutes Haar an mir, befeuert mich mit seinen negativen Parolen und Killerphrasen. „Das kannst du nicht“, „Dafür bist du nicht gut genug“, „Wer soll das lesen wollen“, „Das interessiert doch niemanden“ – um nur ein paar zu nennen. 

 

An manchen Tagen bin ich einfach nur müde, habe ich keine Kraft, mich gegen ihn zur Wehr zu setzen. Das sind dann die Momente, in denen ich sage: Ja, du hast recht. Ich kann das nicht. Ich höre auf mit dem Schreiben. Ist doch nur vergeudete Zeit. Ich weiß es nicht, wie sich Kumpel Zweifel an solchen Tagen fühlt. Ich fühle mich jedenfalls nicht gut dabei. 

 

Deshalb freue ich mich auf die Tage, an denen die Kraft reicht, zu kämpfen und zu schreiben. Und diese beiden Tätigkeiten gehen bei mir immer Hand in Hand. Deshalb kann ich sagen, Autor zu sein bedeutet für mich: 

 

Es ist schön und schrecklich zugleich.

 

Wenn es also irgendwann nichts mehr von mir zu lesen gibt, wisst ihr, wer gewonnen hat. ;-)

 

Gestern wollte ich diesen Text also schreiben und online stellen. Und heute hat mir Zweifel schon wieder davon abgeraten. Aber wisst ihr was? Ich mach das jetzt trotzdem! Wenn ich immer auf den Kerl höre, bringe ich nie etwas zustande. 

 

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Kommentare: 3
  • #1

    Petra (Dienstag, 06 Dezember 2016 18:13)

    Oh, deiner ist meinem sehr ähnlich. Oder sind die beiden miteinander verwandt? *feix*
    Ich hoffe du gewinnst, denn ich liebe deine Stimme, die ich in deinen Geschichten immer höre. Also lass dich bitte nicht unterkriegen.

  • #2

    Gerti Steenwerth (Dienstag, 06 Dezember 2016 18:48)

    Aber hallo, Zweifel ist ein missgünstiges Biest, der hoffentlich nicht gewinnt. Allerdings sehe ich das Gute an ihm. So wie Du, denn es gibt doch auch Autoren, die anscheinend schon so von sich überzeugt sind, dass sie Bücher am Fließband produzieren, eins schlechter werdend als das vorherige. Bei denen wäre Zweifel angebracht. Du hast ihn, das spornt Dich an. Die Ergebnisse können sich sehen und vor allem lesen lassen. Wehe, dieses an sich nützliche Wesen sollte überhand nehmen und Dich am Schreiben hindern. Dann komm ich aber und kloppe es klitzeklein.

  • #3

    Suzann (Mittwoch, 07 Dezember 2016 20:20)

    Ich gebe Gerti Recht, leih dieses Biest doch an jemanden aus, der es nötiger hat. Spaß beiseite. Woher kommt der Zweifel? Warum haben ihn manche, warum andere wiederum nicht? Deinen Kumpel solltest du immer nur so weit an dich heranlassen, dass er dich motiviert, lähmen darf er dich nicht. Kann es sein, dass du etwas perfektionistisch angehaucht bist? Ich verrate dir etwas, perfekte Dinge sind langweilig.

    Ich lese viel und ich habe mittlerweile auch gewisse Ansprüche. Glaubst du mir, wenn ich dir sage, dass der Autor in dir sich nicht zu verstecken braucht, weil das was er zustande bringt, sehr lesenswert ist? Und das ist keine fadenscheinige Schleimerei. Klar gibt es immer Leute, denen nicht gefällt, was man macht oder einige, die es vielleicht besser können. Aber stell dir mal vor, Autoren von Büchern, die du liebst, hätten sich von ihren Zweifeln abhalten lassen...

    Ich habe dir vor langer Zeit mal gesagt, dass ich deine Beiträge bei der Eule vermisse, weil sie immer sehr fundiert und lesenswert waren. Noch mehr würde ich allerdings vermissen, wenn du keine Geschichten mehr schreiben würdest. Deine Schwärze ist mir immer noch im Gedächtnis, obwohl ich mittlerweile viele andere Bücher gelesen und deren Inhalt teilweise schon wieder vergessen habe. Also lass die Tage einfach zu, in denen dich dein Kumpel besuchen kommt, aber lass ihn nicht auf Dauer einziehen. Schmeiss ihn beizeiten wieder raus und widme dich dem, was du gut kannst und was dir Freude macht, damit sich auch deine Leser daran erfreuen können.

Tagespensum - 30. August 2015

Ich schreibe. Täglich, mit Leidenschaft und Hingabe. Texte, die ich veröffentlichen möchte, unterliegen jedoch einer anderen Gründlichkeit, als zum Beispiel private Mails. Bei ersteren liegt jedes Wort auf dem Prüfstand. Erreiche ich damit die Wirkung, die ich erzielen möchte? Drücken diese Wörter die Stimmung aus, die ich im Sinn habe? Transportiere ich die nötigen Fakten? Das Schreiben ist eine Mischung aus übersprudelnder Kreativität und sorgsamen Reglement. Zufrieden war ich dann, wenn ich den Eindruck hatte, das (mir) Bestmögliche erreicht zu haben.


Und dann kam Facebook. Ich hatte mich vernetzt, pflegte Austausch mit ganz vielen verschiedenen Menschen, unter anderem auch Autoren. Plötzlich tauchte da das Wort „Tagespensum“ auf. Die Rede war davon, dass täglich eine definierte Menge Text produziert werden musste. Von 3000 Wörtern wurde gesprochen. Von Spitzenleistungen bis zu 10.000 Wörtern am Tag. Oder gejammert, wenn es nur 1000 waren. Oh, dachte ich, so macht man das. Zum ersten Mal in der langen Zeit, die ich schon schreibe, habe ich Wörter gezählt, bzw. vom Schreibprogramm zählen lassen.


Das Ergebnis irritierte mich. Ich schreibe täglich ganz viele Wörter. Das ist leicht. Selbst eine normale E-Mail umfasst bei mir oft genug schon 1000 Wörter. Sieh an, interessant. Aber die Texte, die auch andere zu lesen bekommen sollen, überarbeite ich. Konsequent, streng und vor allem mehrmals. Reduktion ist das Zauberwort. Nicht die Menge an Wörtern sondern ihre Aussage definiert in meinen Augen ihren Wert. Trotzdem war ich plötzlich unzufrieden, denn das mit dem Tagespensum wollte bei mir nicht so recht klappen.


Letzte Woche zum Beispiel habe ich an einer Szene gearbeitet, die sich schwierig gestaltete. Ich habe sie vier Mal geschrieben und vier Mal wieder gelöscht. Erst der fünfte Versuch stellte mich zufrieden. Die Szene umfasst ca. 3000 Wörter. Ich habe also 15.000 Wörter geschrieben und nur ein einziges „Tagespensum“ von dieser ganzen Woche Arbeit behalten. Es stellt sich nun die Frage: Habe ich versagt?


Ich habe das ungute Gefühl seziert. Nicht mein Text hat mich unzufrieden gemacht, sondern der Vergleich mit anderen. Es gibt keine DIN-Norm fürs Schreiben, die definiert, was richtig ist und was falsch. Fakt ist, die Menschen sind unterschiedlich. So wie ich es mache, ist es für mich richtig. Darauf will ich mich besinnen. Ich werde nie zu den Autoren gehören, die drei bis fünf Romane pro Jahr produzieren und veröffentlichen, aber das ist in Ordnung. Weil meine Art zu schreiben eine ganz andere ist. Jene, die in mir liegt, die mich zufrieden macht und darauf kommt es an.


Ich nehme mir die Freiheit ICH zu sein.

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Zeit - 11. Mai 2015

Kennt ihr das? Die Zeit leckt an euch wie Brandungswellen. Stetig, kraftvoll, unablässig. Sie höhlt euch aus, das Fundament, auf dem ihr steht, destabilisiert euer Seelengerüst.

 

Aber wie soll man sich schützen? Wäre die Zeit tatsächlich wie das Meer, das uns umspült, könnte man sich zum Schutz einen Damm bauen. Doch die Zeit existiert nicht getrennt von uns. Vielmehr ist sie das Elixier, das uns umhüllt und durchdringt. Wir können uns nicht von ihr abgrenzen. Allenfalls können wir sie ignorieren, aber sie ist immer da.

 

 

Was uns Angst macht ist ihre Endlichkeit. Uns steht nur ein begrenztes Kontingent zur Verfügung, das irgendwann aufgebraucht ist. In unserem Bestreben, die uns zugestandene Ration bestmöglich zu nutzen, versuchen wir ständig mehr in jede Stunde zu packen, als letztlich hineingeht und haben erst dadurch den Eindruck, dass die Zeit nie ausreicht. Ein Dilemma oder vielmehr ein Paradoxon. Vollgestopfte Zeiteinheiten haben den Effekt, kürzer und ungenügender zu erscheinen.

 

 

Wann haben wir gelebt? In der Stunde, in der wir von Aufgabe zu Aufgabe, von Termin zu Termin gehetzt sind oder in jener, in der wir innegehalten haben?

 

Wir führen eine Beziehung mit der Zeit. Sie ist kein leichter Partner, aber einer, mit dem wir unweigerlich bis zum Tod verbunden sind. Eine Trennung ist unmöglich. Deshalb sind wir gezwungen, uns immer wieder aufs Neue mit ihr zu arrangieren. Eigentlich macht sie es uns leicht. Sie ist unendlich flexibel und passt sich uns an und trotzdem sind wir ständig unzufrieden mit ihr. Vielleicht sollten wir liebevoller mit unserer Zeit umgehen. Gut möglich, dass wir uns dann auch besser fühlen.

 

 

Ich habe beschlossen, meiner Zeit nicht mehr hinterherzurennen, sondern sie fest bei der Hand zu nehmen und ihre Anwesenheit zu genießen. Mal sehen, ob das klappt. ;-)

 

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  • #1

    Petra (Montag, 11 Mai 2015 22:00)

    Wenn mir die Zeit zwischen den Finger zu zerrinnen scheint, nehme ich sie mir für eine Unterhaltung mit einem alten, weisen Menschen. Ich höre zu, lerne und sehe, wie sich der Begriff "Zeit" in seiner Bedeutung verändert, wenn man dem Ende seines Weges entgegen schreitet. Das Leben findet jetzt statt. In der Gegenwart. Es lohnt sich, einen Gang zurückzuschrauben und bewusst mal gar nichts zu tun.

Die Wahl der Perspektive - 19. April 2015

Die Perspektive, aus der eine Geschichte erzählt wird, ist elementar. Es gibt viele Gestaltungsmöglichkeiten, die in ihrer Wirkung unterschiedlich ausfallen. Ehe ich einen neuen Text beginne, überlege ich gründlich, welche Perspektive ich wähle.


Aktuell habe ich ein Projekt, bei dem ich mich für den Ich-Erzähler entschieden habe. Aber selbst nachdem ich die personale oder gar auktoriale Perspektive ausgeschlossen habe, ist die Entscheidungsfindung noch nicht beendet. Es gibt noch weitere Differenzierungen, die getroffen werden müssen. Zum einen natürlich die Zeit. Will ich im Präteritum schreiben oder doch lieber im Präsens? Ersteres gewährt mir als Autor die Möglichkeit, Erfahrungen des Erzählers mit einfließen zu lassen, doch im Präsens verfasste Texte wirken direkter, weil man den Eindruck hat, das Gelesene passiert gerade jetzt.


Ist die Zeitfrage geklärt, gibt es meiner Meinung nach noch eine sehr wichtige Frage, der man sich widmen muss. Soll es der erzählende Ich-Protagonist sein oder der mit sich selbst sprechende? Ich mache mir die Entscheidungsfindung nicht leicht. Schließlich erspare ich mir Arbeit, sollte ich erst später merken, dass die gewählte Perspektive doch nicht die richtige ist und ich alles umschreiben muss. Deshalb mache ich mir oft auch die Mühe, das erste Textstück in verschiedenen Varianten zu verfassen, um zu sehen, was sich am besten anfühlt, am flüssigsten liest, mich beim Schreiben nicht stolpern lässt. Allerdings kann es auch sein, dass die „anstrengendere“ Perspektive die richtige ist, dann muss man sich beim Schreiben eben stärker konzentrieren.


Beispiele:


Ich-Perspektive, Präsens, erzählendes Ich


Ich irre bereits seit Stunden durch den Wald. Die Erkenntnis, dass ich mich verlaufen habe, nützt mir herzlich wenig. Ich bin völlig orientierungslos, meine Chancen, zurück zur Siedlung zu finden, stützen sich auf den Zufall oder das unsagbare Glück, in dieser Einsamkeit auf einen ortskundigen Wanderer zu treffen. Da! Dort vorne, an der Biegung des Weges habe ich jemanden gesehen! Ich gehe schneller, fange an zu laufen.

„Hallo! Bitte warten Sie! Ich habe mich verirrt. Kennen Sie sich hier aus?“ Der Mensch, von dem ich im Halbdunkel der Dämmerung nur die schwarzen Umrisse erkennen kann, dreht sich langsam zu mir um.

„Oh, ich bin so froh, dass ich Sie treffe!“ Meine Stimme klingt lächerlich melodramatisch, aber das ist mir egal. Ich kann mein Glück nicht fassen. Ich bin etwas außer Atem, als ich den Mann erreiche.

„Können Sie mir sagen, wie ich nach Sending komme?“ Ich ziehe meine Hose, die beim Laufen ins Rutschen gekommen ist, hoch.

„Ich kenne nur den Weg in die Hölle“, sagt der Mann. Ich starre ihn an, bereit zu lachen, auch wenn ich den merkwürdigen Witz nicht verstanden habe. Der Fremde greift in seine Jackentasche, hat etwas in seiner geschlossenen Faust, als sie wieder zum Vorschein kommt. Ich höre ein Klicken, sehe die Messerklinge, die herausspringt.

 


Ich-Perspektive, Präsens, mit sich selbst sprechendes Ich


Mehrere Stunden! Der Wald muss doch irgendwann ein Ende haben. Es wird bald dunkel, ich will hier raus. Wo ist die Siedlung? Warum geht hier niemand spazieren? Das Geknirsche unter den Sohlen geht mir langsam auf die Nerven. Ein grusliger Klang in dieser Stille. Ich bin so bescheuert, wie kann man sich hier bloß verlaufen? Ich glaube, ich habe Angst oder ist das nur Verzweiflung? - Da ist jemand!

„Hallo! Bitte warten Sie! Ich habe mich verirrt. Kennen Sie sich hier aus?“ Gerade wollte ich noch heulen und jetzt habe ich doch Glück. Ich kann das Gesicht nicht erkennen, wer ist das? Verdammt, ist meine Kondition schlecht. Von dem bisschen Laufen bin ich jetzt ganz außer Atem.

„Oh, ich bin so froh, dass ich Sie treffe!“ Ich höre mich ja wirklich lächerlich melodramatisch an, aber das ist mir egal. Ich bin nicht mehr allein. Der Typ sieht zwar ziemlich muffelig aus, aber ich würde ihn trotzdem am liebsten umarmen. Was er davon wohl halten würde?

„Können Sie mir sagen, wie ich nach Sending komme?“

„Ich kenne nur den Weg in die Hölle.“

Was zum Henker? Habe ich mich verhört? Soll ich lachen? Scheißwitz. Aber der Typ verzieht keine Miene. Der meint das ernst. Oh, nein, er hat ein Messer! 

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Von Musenküssen - 15. April 2015

Ein Begriff, der zum Grundwortschatz aller Autoren gehört. Was eine Muse ist, ist allseits bekannt, das brauche ich nicht erläutern. Jeder, der eine kreative Tätigkeit ausübt, ist auf ihr Wohlwollen angewiesen. Eine Verbindung, die nicht immer leicht ist, vor allem, wenn man sich schon länger kennt. Wie das in der praktischen Anwendung ablaufen kann, möchte ich hier einmal veranschaulichen:


Ich: Ach, wann wird denn endlich die Muse kommen?


Muse: Da bin ich doch schon. Komm her, ich will dich küssen.


Ich: Hast du auch Zähne geputzt?


Muse: Nö, sollte ich?


Ich: Igitt, dann geh jemand anderen küssen und komm erst wieder vorbei, wenn du gut aus dem Mund riechst.


Der Autor und seine Muse – fortlaufend ist Beziehungsarbeit angesagt. *lach*


PS: Ich bin mit meiner Muse sehr zufrieden. Wir haben ein entspanntes Verhältnis zueinander. ;-)

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Textwirkung - 14. April 2015

Ich bin immer wieder verblüfft, wie unterschiedlich ein Text auf Menschen wirken kann.


Anlass für diesen Blogeintrag ist ein Buch, das ich kürzlich gelesen habe. Ich war sehr neugierig auf den Roman, hatte im Vorfeld schon viel Gutes darüber gehört. Meine Erwartungshaltung, als ich mit dem Lesen begonnen habe, war groß. Zu groß vielleicht, denn das Buch enttäuschte mich ein wenig. Es war nicht das, was ich mir versprochen hatte. Es war zu dicht, zu emotional, zu ambitioniert. Von allem zu viel und wirkte daher bemüht. Schade, gerade schwierige Themen bedürfen einer leichten Hand – die, wohlgemerkt, harte Arbeit bedeutet, aber diese darf dem Leser nicht auffallen. In diesem Buch habe ich sie aber gesehen. Den Schweiß und die Anstrengung des Autors, seinen Wunsch, etwas ganz Besonderes zu verfassen.


Doch der Autor hat Glück. Anscheinend bin ich die einzige, die seinen Text so empfunden hat, denn die bisher verfassten Rezensionen sind durchdrungen von Begeisterung und Euphorie. Ich lese von Emotionen, die geweckt wurden, die gar die Seelen der Lesenden berührt haben. All das, was mich in dem Buch gestört hat, wird nirgendwo erwähnt.


Ich frage mich, hat mich meine Arbeit als Autorin und Lektorin bereits als Leserin verändert? Vielleicht. Aber das ist nichts, was mich betrüben würde, denn es gibt sie immer noch, die Bücher, die mich restlos begeistern. 

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Liebe - immer ein Thema - 22. Februar 2015

Meinen Blogeintrag möchte ich mit einem Zitat beginnen. Es stammt aus dem Roman „Blaubart“ von Amélie Nothomb:

„So verbrachte Saturnine die ganze Nacht mit doppelter Buchführung, um sich in der Illusion zu wiegen, das Für und Wider abzuwägen und Herrin der Lage zu sein. Wenn man sich verliebt, verhandelt man mit sich selbst, ob man sich diesen Unsinn erlauben soll. Saturnine hatte das Pech, sich in einen offensichtlich miesen Kerl zu verlieben. Die Verhandlung war also stürmisch – und überflüssig. Es war schon passiert.“

Ist es nun Glück oder Unglück, sich nicht gegen die Liebe wehren zu können? Sie trifft uns, fällt über uns, wann es ihr gefällt. Es gibt keine Wunschtermine, wir werden nicht gefragt, ob es uns passt. Wahrscheinlich ist das auch gut so, denn vermutlich würde man viel zu lange auf den „richtigen“ Moment warten, der vielleicht nie kommt und stünde am Ende des Lebens vor einer erschreckenden Anhäufung von verpassten Gelegenheiten.


Liebe ist vermutlich das Beste, was uns im Leben begegnen kann. Aber auch das Schrecklichste, weil sie, wenn sie unerwidert bleibt oder sich ins Gegenteil verkehrt, sehr verletzen kann. Kein Wunder, dass sie DAS zentrale Thema ist. Für die meisten jedenfalls.


Die Liebe ist so vielfältig wie die Menschen selbst, beinhaltet unendlich viele Facetten. Deshalb ist sie gerade für Autoren ein Thema, das sich nie erschöpft, denn man kann sich ihr aus unendlich vielen Richtungen annähern, versuchen, sie einzufangen und mit Worten zu bezähmen.


Liebe hat viele Gesichter und nicht immer sind sie schön. Aber wichtig!


Liebe AutorenkollegInnen, ich freue mich, wenn ihr die Liebe zu eurem Thema macht. In all ihren Ausprägungen. Ihr lasst meinen Zitatenschatz anwachsen, den Geist frei und das Herz weit werden. Danke!

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Texte für umsonst? - 13. Februar 2015

Als Leser und Autor habe ich doppeltes Interesse, das Geschehen auf dem Buchmarkt zu verfolgen. Und blicke damit auch bisweilen aus zwei verschiedenen Richtungen auf das, was passiert. Ein Phänomen, auf dem ich immer wieder herumkaue, sind Texte, die kostenlos angeboten werden. Sie verursachen mir ehrlich gesagt Bauchschmerzen.


Es ist kein Geheimnis, dass man mit dem Schreiben nicht reich wird. Im Gegenteil. In den meisten Fällen ist das Schreiben von Romanen eine subtile Selbstausbeutung, denn für ein reines Hobby ist es zu zeitintensiv. Autor zu sein ist ein Beruf. Natürlich auch Berufung, sonst würde man sich nicht diesen Mühen unterziehen, aber dennoch, Arbeit muss entlohnt werden. Das sieht jeder so, der sich morgens an seinen Arbeitsplatz begibt. Ohne Bezahlung würde er dort nicht erscheinen.


Umso mehr verwundert es mich, dass gerade Autoren, die ohnehin sehr wenig für ihre Arbeit bekommen, auch noch Texte verschenken. Angeblich, weil das enorme Werbewirkung hätte. Aber ist das tatsächlich so? Als Autor habe ich diesbezüglich keine praktischen Erfahrungen, die ich zur Klärung dieser Frage heranziehen könnte. Aber als Leser habe ich meine ganz persönliche und eindeutige Meinung dazu. Ich finde es nicht gut, wenn Autoren Gratistexte anbieten! Ich glaube, es schadet ihnen mehr, als dass es hilft. In neun von zehn Fällen werden die heruntergeladenen Gratistexte nicht gelesen. Das Argument, dass der Gratistext den Beschenkten vom schriftstellerischen Können des Autors überzeugt und er dann auch andere Werke des Autors kauft, ist damit ausgehebelt. Wohingegen ich von einem Autor, den ich bereits kennengelernt habe und schätze, seine Werke ohnehin kaufe. Und diese Texte sind es mir auch wert, dass ich dafür Geld ausgebe und vor allem, ich lese sie auch.


Mittlerweile ist der Markt schon regelrecht überschwemmt von Gratistexten. Der Eindruck, dass Bücher nichts kosten müssen, wächst immer mehr an. Preise, die früher als völlig legitim galten, werden heute als überteuert verunglimpft. Das ist eine Entwicklung, die mir als Leser schon gegen den Strich geht; erst recht als Autor. Der Wert und das Ansehen des geschriebenen Wortes sinkt immer mehr, kumuliert in den Ansichten der Buchpiraten, die lauthals tönen, sämtliche Texte müssten allen Menschen kostenlos zur Verfügung stehen. In ihrer Polemik bedienen sie Sprüche wie jenen, dass die Autoren froh sein sollen, wenn ihre Texte überhaupt gelesen werden. Mich macht das traurig. Auch als Leser, denn dieser Werteverfall wird auch auf lange Sicht gesehen die Qualität der angebotenen Texte senken.


Mein Appell: Liebe Autoren, schreibt! Schreibt all eure wunderbaren Geschichten, legt wie bisher euer Herzblut hinein, aber bitte, verschenkt eure Arbeit nicht! Der wahre Wert, der euren Werken innewohnt, ist nicht das Preisschild, das darauf klebt, aber im Umkehrschluss wird es leider oft so gesehen, dass etwas, das nichts kostet, auch nichts wert ist. Das darf nicht sein.

 

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  • #1

    Petra (Freitag, 13 Februar 2015 19:04)

    Du schreibst mir aus der Seele. Was nichts kostet, wird nicht wertgeschätzt. Deshalb verschenkt man auch keine Tiere (auch wenn das ein anderes Thema ist) ;)

Veröffentlichen? - 4. Februar 2015

Ich schreibe. Täglich. Ganz viel. Schreiben ist mir ein Bedürfnis, ich durchdenke und strukturiere damit alle möglichen Themen. Ich begreife Dinge, Sachverhalte, Emotionen, Begebenheiten durch schriftliches Reflektieren.


Aber schreiben ist nicht gleich schreiben. Der Adressat bestimmt Form und Themen. Eine spezielle Form des Schreibenden ist der Autor. Oberstes Ziel des Autors ist die Veröffentlichung. Grund genug, mich damit zu beschäftigen. Mit diesem Thema kämpfe ich schon eine ganze Weile. Viele Texte dazu schlummern in der „berühmten Schublade“, die eigentlich nur ein schnöder Datenstick ist.


Um die richtigen Antworten zu finden, muss man oft erst einmal auf die richtige Frage kommen. Über die war ich mir lange nicht klar. Ich dachte, sie müsste „Lohnt es sich, Autor zu sein?“ lauten. Aber die Antworten auf diese Frage drückten nie das aus, was mich umtrieb.


Jetzt habe ich sie gefunden, die Frage, die ich mich wirklich beschäftigt. Warum will ein Autor veröffentlichen? Auf diese Frage brauche ich Antworten. Ich versuche, ganz viele zu sammeln. Um zu sehen, ob ich meine Gründe ebenfalls darunter finde. Helft ihr mir? An alle Autoren und Leser: Warum sollen Autoren veröffentlichen? Welche Gründe fallen euch ein?

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  • #1

    jobst (Mittwoch, 04 Februar 2015 12:58)

    Um etwas weiterzugeben! Ein Fachbuch liefert Fakten, durch die wir zu verstehen lernen. Ein Bilderbuch hilft uns zu begreifen. Ein Roman nimmt uns mit auf die Reise. Wir Autoren haben die Chance unseren Lesern ein wenig von ihrer Zeit zu klauen um sie ihnen, angefüllt mit unseren Ideen, unseren Welten, Träumen und Botschaften zurückzugeben. Sowas kann viel bewirken.

  • #2

    Petra (Freitag, 13 Februar 2015 19:07)

    Wir hinterlassen in der Welt deutlich sichtbare Fußspuren und werden dadurch ein Stück weit unsterblich.

  • #3

    Desdemona (Montag, 23 Februar 2015 21:35)

    Autoren geben mit ihren Geschichten Kreativität und Phantasie weiter, die die Leser anregen die Geschichte weiterzuträumen, denn ein Roman fängt i.d.R. in der Mitte an - ein Leser kann diese unvollendete Geschichte mit dem Teil v.o.r Beginn des Romans und na.a.c.h seinem Ende weiterträumen.
    Was mir persönlich wichtig ist: Gute Autoren geben auch "Sprache" weiter - wunderbare Formulierungen und außergewöhnliche Metaphern. Mir ist teilweise die Sprache eines Romans wichtiger als sein Inhalt. Trifft beides zusammen bin ich eine glückliche Leserin.

    Liebe Claudi, Du kannst Sprache :-).

    Herzliche Grüße
    Desi

Zu viele Worte - 22. Januar 2015

Da gibt es dieses herrliche Bilderbuch: „Die große Wörterfabrik“ von Agnès de Lestrade und Valeria Docampo. Es wird ein Land beschrieben, in dem man die Wörter kaufen muss, die man aussprechen will. Schrecklich ist natürlich, dass die Reichen plappern können, was sie wollen, aber ich finde vor allem den Aspekt interessant, dass in diesem Land Wörter wertvoll sind, man sehr bedacht mit ihnen umgeht. Das würde ich mir auch in unserer Welt oftmals wünschen.


Was mich anficht, sind nicht die Worte, die verwendet werden, sondern die vielen, vielen Worthülsen. Hülsen, die, wie ihr Name schon sagt, von außen wie echte Wörter aussehen, eine perfekte Fassade besitzen. In Wahrheit sind sie inhaltsleer, verstopfen den Weg vom Gesagten zum Verstehen und machen ihn oft ungangbar.


Worthülsen, das sind Platzhalter, die Raum beanspruchen, aber nichts in sich tragen. Sie transportieren keinen Inhalt. Leider erkennt man sie nicht auf den ersten Blick. Es kostet Zeit und Geduld sie zu überprüfen und letztendlich auszusortieren.


Doch noch schlimmer ist der zwischenmenschliche Aspekt, der zum Tragen kommt, die emotionale Enttäuschung, die daraus erwächst, wenn sich herausstellt, dass das Gesagte oder Geschriebene gar nicht so gemeint war.


War das Gesagte etwas Positives, wiegt der Verlust, wenn es an Ehrlichkeit fehlt, schwer.

War das Gesagte negativ, nützt der Hinweis, dass es nicht so gemeint gewesen war, auch nichts mehr, denn die Verletzung durch diese Worthülse schmerzt bereits.


Ich plädiere für wahrhaftige Wörter und Worte!


PS: Wer sich jetzt noch über den Unterschied von Wörtern und Worten informieren möchte, dem empfehle ich den Zwiebelfisch. Dort wird das sehr prägnant erklärt. 

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  • #1

    jobst (Donnerstag, 22 Januar 2015 14:56)

    Dieser Text ist ein gutes Beispiel für dein Plädoyer.

Begegnungen - 9. Januar 2015

Der Mensch ist ein soziales Wesen.

Wir brauchen einander.

Ein Leben ohne andere ist leer.


Aber auch hier gilt: nicht Quantität ist der Maßstab, sondern Qualität. Wir begegnen Menschen, gehen ein Stück miteinander und oft trennen sich die Wege nach einer gewissen Zeit. Warum ist das so? Es gab eine Zeit, in der ich dachte, wenn man sich nur genug anstrengen würde, könnte man angenehme Kontakte für immer beibehalten. Das geht jedoch nicht.


Das Leben ist Veränderung und dazu gehört es auch, dass man Menschen loslassen muss, wenn ihre Wege sie in eine andere Richtung führen. Was bleibt, sind schöne Erinnerungen, Erfahrungen, Meinungen, Erlebnisse, die man miteinander geteilt hat. Und wer weiß, eines Tages kreuzen sich die Wege vielleicht wieder.


Das Miteinander mit Menschen, die man mag, ist kein Recht, auf das man Anspruch hat, es ist ein Geschenk.


Diesen Blogbeitrag widme ich „meinen Romys“! Die Zeit mit euch war wunderbar! Danke.

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Pläne für das neue Jahr - 4. Januar 2015

Das neue Jahr liegt vielversprechend vor mir, lockt mit einem Füllhorn an Zeit und Möglichkeiten. Ich reibe mir begeistert die Hände in Erwartung all dessen, was ich schaffen kann. Der Januar ist wie ein Aufatmen, er riecht nach Freiheit. Regelmäßig zum Jahresende merke ich dann stets, dass dieses Gefühl nur eine Illusion war, die Zeit bei weitem nicht ausgereicht hat für alles, was ich mir vorgenommen hatte.


Genau aus diesem Grund möchte ich jetzt innehalten, anstatt wie gewohnt voller Energie voranzupreschen. Auch wenn das Jahr erst begonnen hat, mein Tag hat nach wie vor nur 24 Stunden. Das Wertvollste, das wir besitzen, ist Zeit. Unsere Lebenszeit. Was sie so besonders macht, ist die Tatsache, dass wir nicht wissen, wie viel wir insgesamt noch davon zur Verfügung haben. Schnell kann sie vorbei sein. Es gibt keine Garantie ein hohes Alter zu erreichen. Umso wichtiger ist es, die Dinge, die uns am Wichtigsten sind, baldmöglichst zu erledigen. Wer weiß, ob wir morgen noch dazu fähig sind.


Ganz klar, einen großen Teil meiner Zeit beansprucht meine Familie. Das habe ich mir ausgesucht und das ist schön. Aber das Zeitfenster, das mir außerhalb dieses Lebensentwurfes zur Verfügung steht, gilt es sorgfältig einzuteilen. Im Grunde müsste jeder über diesen persönlichen Schatz eifersüchtig wachen. Ihn davor bewahren, dass er von Zeitdieben geplündert wird. Ja, das habe ich vor. Soziale Medien im Internet gehören zu den Zeitdieben. Sie sind wichtig, ich nutze sie gerne, aber ich muss darauf achten, sie nicht meine Zeit „wegfressen“ zu lassen.


Gut investierte Zeit ist es jedoch, einem wichtigen Menschen eine E-Mail zu schreiben. Das tue ich gerne, auch wenn ich mir wünschte, weitaus öfter dazu zu kommen.


Will man Zeit sinnvoll planen, muss man sich über die eigenen Möglichkeiten und Leistungsfähigkeiten im Klaren sein. Wie viele Projekte kann ich in einem Jahr bewältigen? Das zeitintensivste Unterfangen ist ein Manuskript zu schreiben. Mein derzeitiges möchte ich bis März fertig haben. Ich denke, ein gute Faustformel ist ein Jahr = ein Skript. Das lässt genug Zeit für sorgfältiges Formulieren, für Substanz und Tiefe. Die Auswahl, was ich schreibe, will deshalb genauestens getroffen werden. Mal sehen. Ich lege mich noch nicht fest, was nach dem aktuellen Skript kommt …


Wie viele Korrektorate kann ich annehmen? Wie viele Lektorate? Auch hier werde ich mir erlauben, wählerisch zu sein. Denn die Anzahl, die ich bewältigen kann, ist begrenzt. Es müssen Texte sein, die mich ansprechen, sonst will ich meine Zeit dafür nicht hergeben.

Ein fester Termin ist bereits die Leipziger Buchmesse. Ich werde dort als Standpersonal des dead soft verlags tätig sein. Eine Aufgabe, auf die ich mich sehr freue.


Und eins werde ich mir ganz sicher nicht nehmen lassen, bei all der Arbeit: das Lesen. Es schärft den Blick für Texte, für Plotaufbauten, für die Figurenpsychologie, macht den Geist weit und die Gedanken frei. Lesen sensibilisiert mich für die Struktur der deutschen Sprache, für ihr Eigenheiten, ihre Besonderheiten und ihre Möglichkeiten. Deshalb danke ich allen Autoren, die unermüdlich an ihrem Traum festhalten und ihn nicht nur träumen, sondern Wirklichkeit werden lassen: Geschichten zu erzählen.

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Kommentare: 4
  • #1

    jobst (Sonntag, 04 Januar 2015 19:38)

    das klingt nach einem guten plan für den du bedachte Worte gefunden hast. Ich erlebe gerade selbst, wie angenehm es ist, die gute alte e-mail für den Austausch zu verwenden. Mittlerweile ist auf diesem Wege eine intensive Freundschaft zu meiner Beta-Leserin entstanden, die so über FB nicht denkbar wäre. Gut investierte Zeit.
    Apropos e-mail. Wäre es möglich, Benachrichtigungen via e-mail zu deinem Blog zu bekommen. So ein paar Dinge gibt es, die würde ich ungern verpassen :) Liebe Grüße, Jobst

  • #2

    schuster-claudia (Sonntag, 04 Januar 2015 19:59)

    Lieber Jobst,
    wie schön, dass du ähnliche Erfahrungen machen konntest und hier davon berichtest. Eine E-Mail, die sich ganz speziell an nur eine Person richtet, ist heutzutage ein Geschenk. Eine Form der Wertschätzung eines Menschen, die ich persönlich sehr begrüße.
    Beta-Leser sind so wertvoll für einen Autor! Es freut mich sehr, dass du da ein "Prachtexemplar" für dich finden konntest. Die Chemie muss stimmen, das lässt sich nicht erzwingen. Manchmal muss man lange suchen ...
    Eine Benachrichtigungsfunktion über die Website gibt es nicht. Die braucht es auch gar nicht. *lach* Ich glaube, du bist der einzige, der das möchte. Und das kann ich sehr gerne mit einer persönlichen Mail erledigen.
    Herzliche Grüße, Claudia

  • #3

    Desdemona (Donnerstag, 08 Januar 2015 19:33)

    Von Herzen wünsche ich Dir ein glückliches und kreatives neues Jahr, liebe "Caludi".

    Zu Deiner Idee der Homepage noch einen Blog zuzufügen kann ich Dir nur gratulieren. Ich stöbere immer 'mal wieder auf Deiner Page und lese Deine Gedanken in den Blogs sehr gerne. Insofern: Du bist nicht alleine :-) . Bitte die Blogs fortsetzen.

    Herzliche Grüße und alles Liebe
    Desi *do you remember?" :-)

  • #4

    schuster-claudia (Donnerstag, 08 Januar 2015 21:22)

    DESI!!!
    Deine Nachricht war heute der Sonnenstrahl an einem grauen Tag. Danke! Auch dir alles Gute fürs neue Jahr.

    Ich denke oft und gerne an unsere gemeinsame Forenzeit zurück. Sie war inspirierend, lustig, interessant, fordernd und fördernd. Glückliche Erinnerungen, die ich nicht missen möchte. :-)

    Deine Nachricht hat mich zu einem weiteren Blogeintrag inspiriert. Demnächst hier zu lesen.

    Viele, liebe Grüße und eine dicke Umarmung,
    deine Caludi

Rückblick - 30. Dezember 2014

Wenn ein Jahr zu Ende geht, neigt man dazu, Bilanz zu ziehen. Für mich war es ein sehr ereignisreiches Jahr, manchmal stressig und anstrengend, aber auch aufregend und voller produktiver Energie.

 

 

Einer der Höhepunkte war natürlich das Erscheinen meines Romandebüts „Die Schwärze hinter dem Licht“ und die positiven Reaktionen, die mich von vielen Seiten erreicht haben. Hier möchte ich allen meinen Lesern von Herzen danken. Dafür, dass sie mein Buch gekauft und sogar gelesen haben, aber auch dafür, dass sie sich die Mühe gemacht haben, mir ihre Ansichten und Eindrücke mitzuteilen. Das bedeutet mir wirklich viel.

 

 

Aber auch sonst hat sich beruflich sehr viel getan. Zum Schreiben kam das Lektorieren und Korrekturlesen hinzu. Hier ist insbesondere die Zusammenarbeit mit dem dead soft verlag zu erwähnen, die mir großen Spaß bereitet.

 

 

Ich habe 2014 viele Menschen kennengelernt, virtuell, aber auch persönlich. Insgesamt eine sehr große Bereicherung für mich, vor allem deshalb, weil aus ein paar Begegnungen Freundschaften erwachsen können oder schon geworden sind. Und echte Freunde sind die Essenz unseres Lebens.

 

Insgesamt fällt mein Rückblick sehr positiv aus und ebenso freudig sehe ich in die Zukunft. Viele Ideen und Projekte warten auf ihre Verwirklichung und auch in 2015 stehen weitere Treffen mit Menschen an, auf die ich mich sehr freue.

 

 

Ich wünsche euch alles Gute für das neue Jahr!

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Kommentare: 3
  • #1

    Jobst (Dienstag, 30 Dezember 2014 13:35)

    Was für eine fabelhafte Bilanz. Viel Glück für 2015!

  • #2

    Yapi Pierre Clovis EDI (Freitag, 02 Januar 2015 12:39)

    Ich wünsche Dir einen guten Rutsch ins neue Jahr und für Deine weitere Laufbahn viel Glück und alles Gute. Mögen sich alle Deine Wünsche im neuen Jahr verwirklichen!

    Dein YAPI aus Elfenbeinküste.

  • #3

    Justin (Montag, 31 Oktober 2016 13:17)

    Was für ein entzückendes Bild, das ich bisher noch nicht gesehen habe. Mütze und Schnee stehen dir! :D Lg

Jedes Ding braucht seinen Namen - 11. Dezember 2014

Ich beschäftige mich gerne und viel mit Sprache. Und staune, wenn ich entdecke, dass es für bestimmte Sprachphänomene tatsächlich einen eigenständigen Namen gibt.


Heute bin ich über den Namen „Deppenleerzeichen“ gestolpert. Es umschreibt die Unart, Bindestriche wegzulassen. Hierzu existiert sogar eine eigene Homepage, auf der Beispiele aufgeführt werden. Kurios! Eine Seite, die wiederum als Beispiel dient für den Begriff Pet Pevee.


Noch nie gehört? Macht nichts, was es bedeutet, weiß aber jeder. Etwas, das für den einen ein missliebiges Ärgernis und für den anderen nicht der Rede wert ist.

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Kommunikation - 7. Dezember 2014

Was ist Kommunikation? Die direkteste Art ist natürlich ein Gespräch von Angesicht zu Angesicht. Doch es gibt viele Arten miteinander zu kommunizieren. Letztendlich geht es um den Transport von Inhalten. Ein Buch zu schreiben oder es zu lesen, ist somit ebenfalls eine Form von Kommunikation.


Folgendes Zitat habe ich in einem Sachbuch gefunden:


Die Bedeutung der Kommunikation ist die Reaktion, die sie hervorbringt.

Das bedeutet, die Last der Verantwortung, die Botschaft zu übermitteln, liegt beim Erzählenden.


Oho, das ist schwer. Erst recht, wenn man ein Buch schreibt. Schließlich ist Textwirkung subjektiv und jeder Leser empfindet das Gelesene anders. Ein allgemeingültiger Konsens lässt sich somit nicht erstellen oder generieren. Schließlich kennt man als Autor in den meisten Fällen seine Leser nicht.


Schreibt man als Autor für den Leser, der man selbst ist? Eine Frage, die ich durchaus interessant finde. Ich für meinen Teil kann sie mit ja beantworten. Meine Vorstellungen, die ich als Leser an einen Roman habe, sind die Basis für mein Schreiben. Ob das bei meinen Kollegen auch so ist?

 

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Warum ein Blog? - 5.Dezember 2014

Ich aktualisiere regelmäßig und mit Freude meine Website. Sie ist meine Visitenkarte im Netz. Viele Fragen türmen sich dabei auf: Soll ich die optische Gestaltung zyklisch verändern oder vermittelt die Beständigkeit des Layouts vielmehr ein Gefühl des Wiedererkennens? Ich habe mich dafür entschieden, in der optischen Darstellung Ruhe walten zu lassen. Wir werden ohnehin von allen Seiten ständig mit Neuem eingedeckt. Die Welt überrollt uns permanent mit Krawall in Farben, Formen und Lauten.


Aber was den Inhalt meiner Seite betrifft, war ich mir lange nicht schlüssig, wie viel Persönliches neben reiner Sachthemen sein darf. Zu einer konkreten Antwort bin ich noch immer nicht gekommen. Aber manchmal macht im Leben nur ein Versuch klüger. Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschlossen, eine neue Rubrik einzuführen. Einen Blog.

Hier will ich Themen aufgreifen, die mich beschäftigen, die mit dem Schreiben und Lesen zu tun haben oder auch ganz anderen Dingen. Thematisch möchte ich mich hierbei nicht beschränken. 


Was ist der Unterschied zu der Rubrik „Neuigkeiten“?

Bei den Neuigkeiten geht es um Fakten, hier im Blog werden Emotionen, Gedanken und auch privatere Einblicke eine Rolle spielen. 


Vielleicht lösche ich diese Rubrik auch bald wieder. Wie gesagt, es ist ein Ausprobieren.


Gerne dürfen hier Kommentare hinterlassen werden. Vielleicht ergibt sich daraus auch das ein oder andere Gespräch. Ich lasse mich überraschen. 

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Kommentare: 4
  • #1

    jobst (Freitag, 05 Dezember 2014 17:13)

    eine gute idee! freue mich darauf.

  • #2

    Susanne (Freitag, 05 Dezember 2014 20:58)

    Versuch macht kluch. Ich werde dir folgen.

  • #3

    Petra (Freitag, 05 Dezember 2014 21:07)

    Auf geht's! Ich bin gespannt, was es bald hier zu lesen gibt.

  • #4

    schuster-claudia (Sonntag, 07 Dezember 2014 23:11)

    Vielen Dank für eure Kommentare! Selbstgespräche haben immer so einen gewissen ... äh, "Aspekt"? *lach*